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Donnerstag, 31. Oktober 2013

Zauberstab für Naturkinder

Heute habe ich eine schöne herbstliche Idee für Eltern und alle anderen die gerne mit Kindern basteln.

Im Frühjahr (oder wenn nicht auch im Herbst) eignen sich viele unserer heimischen Bäume und Sträucher gut zum Schnitzen.


Kinder finden es toll in der Natur umher zu streifen und dort Sachen zu finden, aus denen sie etwas basteln können (und ich übrigens auch). Einige Schulklassen unserer Grundschule haben in den letzten Jahren die Leidenschaft entwickelt ganz Vieles über unsere Natur zu herauszufinden und zu erfahren was wir aus ihr alles gewinnen können.
Eines der Projekte in diesem Rahmen ist das herstellen von Schmuck und Werkzeugen und diesmal möchte ich zeigen wie ältere Grundschüler (oder Eltern für ihre Kinder) aus Dingen, die man im Wald findet einen hübschen, magischen Zauberstab schnitzen kann.
Alle Indianerhäuptlinge, Waldfeen und Kobolde des Unterholzes werden daran großen Gefallen finden!


Du brauchst:

  • ein Taschenmesser oder Schnitzmesser (und wenn vorhanden ein Schnitzwerkzeug wie oben abgebildet)
  • einen Handbohrer
  • eine naturbelassene Schnur wie Jute oder Sisal
  • ein (mindestens) 20cm langes Stück Hasel mit Rinde
  • verschiedene Holzperlen und selbstgemachte Anhängsel (z.B. Eichelhüte, Nüsse und Bucheckern mit Löchern oder ausgehöhlte Stückchen von Holunderzweigen)

Anleitung:

1. Mit dem Messer oder dem Schnitzwerkzeug schnitzt du nach Lust und Laune Muster aus der Rinde des Haselholzes heraus. (Es geht einfacher, wenn das Holz schon eine Weile gelegen hat. Dann ist die Rinde trocken und kann leichter abgeschält werden.) Das Schnitzen braucht -je nach Ehrgeiz- ein bisschen.


2. Am oberen Ende des Stockes bohrst du mit dem Handbohrer einmal von vorne nach hinten und einmal von rechts nach links durch das Holz. So erhältst du eine Anbringung für die Schnüren mit den bunten Perlen.


3. Jetzt ziehst du einfach eine oder mehrere Schnurtücke durch die Löcher und fädelst auf diese die verschiedenen Perlen auf. Das Schnurende wird mit einem Knoten gesichert.


Und schon ist er fertig. 
Der Zauberstab kann als Beschützer auf alle Abenteuer-Ausflüge mitgenommen werden und klappert magisch dank all der Anhängsel!


Liebe Grüße und ganz viel Spaß!

Samstag, 5. Oktober 2013

Hallo Herbst: Leckeres aus der Natur!

Liebe LeserInnen,

es war ein schöner sonniger Sommer, in dem ich viel erlebt habe und der deswegen um so schneller verging, und nun ist es plötzlich (so hab ich es jedenfalls empfunden) kalt geworden und der Herbst ist nicht mehr zu übersehen.

Der Herbst ist meine Lieblings-Jahreszeit: zum einen, weil ich im Herbst Geburtstag habe :) und zum anderen weil er einfach wunderschön ist.
Ich liebe die Farben die er mit sich bringt, die wunderbare frische Herbstluft und all die Früchte, die jetzt reif sind. Es ist toll in seinem Umfeld jetzt Obst und Gemüse tauschen zu können, einzuwecken, Marmelade zu kochen und im Winter noch vom Herbst kosten zu können.
Auch in der Natur und in verlassenen Gärten kann man jetzt Leckeres finden, auch wenn man keinen eigenen Garten hat!

Ich habe in den letzten Jahren viele Möglichkeiten entdeckt auch in Sachen Nahrung ein bisschen selbsständiger zu sein. Als leidenschaftliche Selbermacherin finde ich das Gefühl großartig Kräuter, Früchte und Gemüse zu finden, zu leckeren Sachen zu verarbeiten und die Regale damit zu füllen.


Dieses Jahr habe ich u.A. folgendes hergestellt:
Marmelade: Erdbeeren, Pfirsichen, Pflaumen, Mirabellen, Brombeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren
Likör: Johannisbeeren, Pfefferminze, Zitronenmelisse
Sirup: Waldmeister
Tee: Schafgarbe, Ackerschachtelhalm, Ringelblumen, Melisse, Minze, Johanniskraut, Wilde Kamille
eingeweckt: Pfirsiche und Apfelmus

Vielleicht habt ihr ja auch Lust den Kochlöffel zu schwingen. Saisonkalender für Obst und Gemüse gibt es z.B. hier oder hier.


Viel Spaß dabei und liebe Grüße,
Anton



Freitag, 24. August 2012

Der wunderbare Lehm Teil II: Das Objekt

Aus meinen Lehmexperimenten ist letzendlich dieser Korb entstanden, der bei uns im Flur steht und Schirme und Halstücher verwahrt.
Wie es zu dem fertigen Objekt kommt, ist vielleicht etwas merkwürdig, aber es sieht toll aus, finde ich, als wäre es getöpfert. Und es macht die Wohnung gleich ein bisschen "organischer"....



Schwierigkeit: Mittel
Zeitaufwand: 2-3h (ohne Wartezeiten)


  • einen größeren Karton
  • ein paar alte Zeitungen
  • eine mittelgroße Schüssel voll Lehmpulver (getrockneter, zerstoßener und fein gesiebter Lehm)
  • Malerkrepp
  • Tapetenkleister
  • eine große Schüssel fertige Pulpe (Rezept für Pappmaché-Masse)
  • Öl, am besten Leinöl und evtl. Farben
  • Schere, Stift
  • breiter Malerpinsel


  • Schneide aus dem Karton folgende Teile zu: 48x40cm (Rückwand), 70x40cm (Vorderwand) und einen Halbkreis mit einem Durchmesser von 46cm. Die Vorderwand kannst du mit Löchern und einer geschwungenen Oberkante versehen. Klebe die Teile mit Malerkrepp aneinander und passe sie gegebenenfalls in der Größe an. Verstärke die Bindungen an den Kanten mit einigen Lagen Zeitung und Kleister.
  • Forme aus der fertigen Pappmaché-Masse Stränge und Kugeln auf der vorderen Wand des Korbes und lass sie trocknen.
  • Mische das Lehmpulver mit etwas Wasser, sodass ein dünner Brei entsteht, der ähnlich dick ist wie Vanille-Soße oder so.

  • Streiche mit einem breiten Pinsel dein völlig trockenes Kunstwerk dünn mit dem Lehmputz ein. Lass es wieder trocknen und wiederhole das Verputzen, wenn es dir nötig erscheint. Achte dabei darauf, dass sich die erste Putzschicht nicht wieder auflöst.

  • Wenn du mit der Oberfläche im getrockneten Zustand zufrieden bist, kannst du einige Muster mit Öl nachmalen. Das tut dem Lehm gut und erzeugt einen dunkleren Farbton. Du kannst natürlich auch andere Farben nehmen, aber ich hab den Lehm so gern, dass ich ihn nicht zukleistern wollte.


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